Der Marken-Check

Die ARD versucht aufzuklären:

Interessante Beiträge findet zum Thema “McDonalds”, “H&M” oder “Lidl” findet ihr unter:

ARD-MarkenCheck

BDKJ informiert!

Bevor auch die Malteser Jugend 2012 ihre Arbeitshilfe zum Jahresthema heraus bringt:

Hier ein Link zum BDKJ und vielen nützlichen Infos zum Thema “Kritischer Konsum”!

http://www.bdkj.de/kritischerkonsum/index.php?id=95

Neue Modelle für Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – das ist das diesjährige Schwerpunktthema des Weltsozialforums im brasilianischen Porto Alegre. In dem Land wachsen die Müllberge sechsmal schneller als die Bevölkerung. Umso dringender ist es, Wege zu finden, um den Abfall wiederzuverwerten.

Video (Link)

Von Michael Stocks, ARD-Studio Rio de Janeiro

21.01 Demonstrationen in Berlin

Demo „Wir haben es satt“:

23000 Menschen verlangen von Merkel

Neuausrichtung der Agrarpolitik

VerbraucherInnen, Umwelt- und TierschützerInnen, ImkerInnen, entwicklungspolitische Gruppen, Bäuerinnen und Bauern fordern Bauernhöfe statt Agrarindustrie

Bundesregierung soll Zukunft der Landwirtschaft sichern

Hier gibt es Fotos!

Berlin, 21.01.2012 | 23000  Menschen haben heute in Berlin gegen Lebensmittelskandale, Gentechnik im Essen und Tierquälerei in Megaställen und für eine bäuerliche ökologische Zukunftslandwirtschaft demonstriert. VerbraucherInnen, Umwelt- und TierschützerInnen, ImkerInnen, Bäuerinnen und Bauern sowie entwicklungspolitische Gruppen zogen unter dem Motto „Wir haben es satt! – Bauernhöfe statt Agrarindustrie“ zum Kanzleramt und verlangten von Bundeskanzlerin Merkel eine Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik. Die Veranstalter werfen der Bundesregierung vor, bei der Reform der EU-Agrarpolitik bislang Steigbügelhalter für die Agrarindustrie zu sein, statt die Forderungen der Zivilgesellschaft durchzusetzen. Die Agrarzahlungen müssten an ökologische, soziale und Tierschutzkriterien gekoppelt und für Großbetriebe gedeckelt werden. Sämtliche Subventionen für den Agrarexport seien zu stoppen. Zu der Demonstration hatte ein Bündnis aus über 90 Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt-, Tier-,   Verbraucherschutz und Entwicklungszusammenarbeit.

Quelle: www.wir-haben-es-satt.de/

BUND entdeckt belastetes Hähnchenfleisch!

Passend zum Jahresthema “Kritischer Konsum” 2012 ein aktueller Pressebericht zum Thema “Massentierhaltung”:

Die Tagesschau berichtet: video1041626.html

Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)

Berlin: Hähnchenfleisch aus deutschen Supermärkten und Discountern ist zu großen Teilen mit antibiotikaresistenten Keimen belastet. Auf zehn von 20 in Berlin, Hamburg, Köln, Nürnberg und in der Region um Stuttgart gekauften Fleischproben hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ESBL-Keime gefunden, zwei Proben waren mit MRSA-Keimen belastet. Die Keime entstehen, weil in der industriellen Tierhaltung systematisch große Mengen Antibiotika eingesetzt werden. ESBL-produzierende Darmkeime (Extended Spectrum Beta-Lactamase) und MRSA-Keime (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus) können bei anfälligen Menschen zu schweren Erkrankungen bis hin zu Todesfällen führen. Antibiotikaresistenzen sind deshalb so gefährlich, weil in der Humanmedizin verabreichte Antibiotika ohne Wirkung bleiben können.

ESBL-belastet waren drei Proben des Hähnchenlieferanten “Wiesenhof”, gekauft bei Edeka in Berlin, Netto in Köln und Lidl in der Stuttgarter Region. Drei Proben des Lieferanten “Sprehe” wiesen ebenfalls ESBL-Keime auf, gekauft wurden sie bei Rewe in Köln bzw. bei Edeka in Nürnberg. Eine weitere Hähnchenfleischprobe von “Sprehe”, gekauft bei Rewe in Hamburg, enthielt MRSA-Keime. Vier Proben von “Stolle”, zwei davon gekauft bei Penny in Berlin und zwei bei Netto in Hamburg wiesen ESBL-Keime auf, eine der bei Netto in Hamburg gekauften Proben enthielt außerdem MRSA-Keime.

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: “Jede zweite Hähnchenfleisch-Probe aus deutschen Supermärkten ist mit antibiotikaresistenten Keimen belastet. Das ist die erschreckende Folge des fortgesetzten Antibiotika-Missbrauchs. Dieser ist nicht nur dafür verantwortlich, dass wichtige Medikamente ihre lebensrettende Wirkung verlieren können. Das Ausmaß der Kontamination von Lebensmitteln mit Krankenhauskeimen ist ein deutliches Warnsignal vor den Kollateralschäden der industriellen Tierhaltung.”

Eine immer größere Zahl von Nutztieren auf zu wenig Platz zu halten, sei nur unter Einsatz großer Mengen von Antibiotika möglich. “Bundesagrarministerin Ilse Aigner muss handeln. Die industrielle Tierhaltung muss endlich zurückgedrängt werden”, sagte Weiger. Subventionen für die industrielle Fleischerzeugung müssten abgeschafft und die Haltungsbedingungen für Nutztiere entscheidend verbessert werden.

Weiger rief die Handelsketten und Supermärkte auf, mit Keimen belastetes Fleisch aus den Regalen zu verbannen. Von ihren Fleischlieferanten sollten sie verlangen, dass diese umgehend zu Tierhaltungsformen ohne Antibiotika-Missbrauch wechseln. Als Beispiele für umwelt- und tiergerechte Haltungsformen nannte Weiger die Fleischerzeugung in Betrieben der ökologischen Landwirtschaft und in Neulandbetrieben.

Die BUND-Agrarexpertin Reinhild Benning forderte von Aigner, umfassende Daten über die Keim-Belastung von Lebensmitteln zu erheben und offenzulegen. “Hähnchen, Hühner, Schweine und Kälber leiden millionenfach unter inakzeptablen Haltungsbedingungen und erkranken daran. Bekämen sie keine Antibiotika verabreicht, würden sie in vielen Fällen nicht bis zum Schlachten durchhalten. Selbst gesunde Tiere bekommen die Antibiotika, weil in der industriellen Tierhaltung in der Regel ganze Tierbestände damit behandelt werden”, sagte Benning.

Die Bundesregierung müsse dem Beispiel der Niederlande und Dänemarks folgen und verbindliche Pläne zur Reduzierung des Antibiotika-Einsatzes aufstellen. Selbstverpflichtungen aus der Fleischwirtschaft könnten eine solche Maßnahme nicht ersetzen. Der BUND kündigte an, gemeinsam mit anderen Organisationen bei einer Großdemonstration am 21. Januar anlässlich der Grünen Woche in Berlin unter dem Motto “Wir haben es satt – Bauernhöfe statt Agrarindustrie!” für Reformen in der Agrarpolitik auf die Straße zu gehen.

Mehr Informationen

Weihnachten steht vor der Tür!

…noch 3 Tage, dann ist Heiligabend und das Christkind steht vor der Tür! …oder der Weihnachtsmann oder wie war das noch gleich?

Und wie wir seit  Anfang November alle wissen: “Weihnachten wird unterm Baum entschieden!”

So plakatierte zumindest der große Elektro- und Medienhändler “Media Markt” unsere Straßen. Nun, da das Weihnachtsfest wirklich kurz vor der Tür steht wollen wir, die AG Kritischer Konsum, euch einen Denkanstoss und Weihnachtsgruß zum Schmunzeln schicken! (Quelle: facebook.com/jesus2you)

Wir wünschen euch von Herzen frohe Weihnachtstage und ein besinnliches Fest mit euren Liebsten, der Familie und euren Freunden. Vielleicht denkt ihr ab und zu an den “Kritischen Konsum”. Tut uns aber den Gefallen und bekommt unter dem Weihnachtsbaum keinen ‘Konsum-Kollaps’. Ihr werdet nämlich merken: Gerade an Weihnachten ist es um den ‘kritischen’ Konsum nicht so gut bestellt.

Lasst euch nicht unterkriegen! Bleibt kritisch! Rutscht gut ins neue Jahr!

Grüße von der AG Krtitischer-Konsum!

“Wir tragen ‚Fair’antwortung!“

Die Malteser Jugend hat sich dieses Motto als  Jahresthema 2012 vorgenommen. Auf Initiative der Bundesjugendversammlung wurde die Arbeitsgruppe (AG) „Kritischer Konsum“ gegründet und hilft, mit Freude und Begeisterung an diesem Thema zu arbeiten.

Worum soll es da gehen? Was ist mit kritischem Konsum gemeint?

Konsum meint alles, was wir in unserem Alltag kaufen und verbrauchen. Vom Leitungswasser über die Banane bis zum neuen Smartphone-App. Und immer sind an unserem Verbrauch eine Menge anderer Leute beteiligt, die wir meistens gar nicht kennen, zum Beispiel die Person, die unsere Banane gepflückt hat. Damit andere Menschen und die Natur nicht für unseren Konsum ausgebeutet werden, ist es wichtig, genau hinzuschauen, was wir wo kaufen. Allerdings geht es auch um unsere eigene Freiheit und Gesundheit. Das Wort „Konsumzwang“ kennst du ja vielleicht. Das ist, wenn du etwas kaufst, was du nicht wirklich brauchst, um anderen zu gefallen. Es soll insgesamt darum gehen, dir und deinen Gruppenkindern und –jugendlichen dabei zu helfen, einen Blick auf eure Konsum-Gewohnheiten zu werfen. Dabei legen wir Wert auf Information für ein selbstbestimmtes Handeln, nicht auf Verbote oder moralische Vorträge. Schließlich entscheidest DU, was DU konsumieren willst.

Wie soll ich damit anfangen?

Passend zum Jahresthema wird es im Frühling 2012 eine neue Arbeitshilfe für Gruppenleiter zum Thema „Kritischer Konsum“ geben. Im Rahmen dieser Arbeitshilfe soll es unter dem Schlagwort „Konsum“ speziell um die Themen Umweltschutz, Ernährung und Textilien gehen. Neben Infotexten findest du im Heft auch Methoden und fertige Gruppenstunden zu den verschiedenen Bereichen. Dazu gibt es natürlich viele Tipps und Links zum Weiterlesen und online Anschauen.

Gibt es auch eine Jahresaktion?  

Wir als Arbeitsgruppe werden einen Wettbewerb ausschreiben, bei dem es um kreative und vor allen nachhaltige Projekte mit deiner Jugendgruppe zum Thema kritischer Konsum – und alles was damit zu tun hat – geht. Das besondere ist, dass es nicht nur Preise für die besten Projekte am Ende des Jahres gibt. Einige der sinnvollsten Ideen werden schon zu Beginn des Jahres von uns finanziell unterstützt, sodass ihr eventuell ein bisschen mehr Spielraum für Materialkosten etc. zur Verfügung habt. Eine ausführliche Ausschreibung kommt Anfang des nächsten Jahres. Überlegen und planen dürft ihr aber auch jetzt schon.

Kann es noch besser kommen?

Als besonderes „Schmankerl“ bietet die „AG Kritischer Konsum“ im nächsten Jahr, begleitend zur Arbeitshilfe Fortbildungen an. Auf Anfrage können die Mitglieder der AG als Referenten zum gesamten Jahresthema oder zu Teilbereichen (Blöcken) gebucht werden. Das Fortbildungs- /Seminarprogramm kann einen Umfang von 1-7 Stunden haben. Gruppen, Ortsgliederungen oder Diözesen können das Angebot wahrnehmen und die Referenten im Rahmen einer Veranstaltung oder Fortbildung einladen.

Und wenn ich nicht bis zum nächsten Jahr warten will?

www.kritischerkonsum.wordpress.com .

Das ist unser neuer Internet-Blog. Es gibt dort Videos und Filmtipps zu verschiedenen Themen, Informationen zur Arbeitshilfe, dem Wettbewerb und der Arbeitsgruppe und immer wieder interessante Artikel oder Zeitungsausschnitte. Habt bitte Verständnis dafür, dass der Blog noch im Entstehen ist und deshalb nicht alle Informationen und Unterseiten online sind. Wir arbeiten dran.

Anregungen zum Blog und zum Thema nimmt die Arbeitsgruppe gerne entgegen. Wir stehen immer zur Verfügung und versuchen dir alle Fragen zu beantworten.

Mails an:

Annika.Kerstholt@malteser.org oder

Gordian.Schmid@malteserjugend.de

Die „AG Kritischer Konsum“ freut sich auf ein tolles, aktives und buntes Jahr 2012 und wünscht allen Maltis eine frohe und gesegnete Weihnachtszeit! Wer Interesse bekommen hat, kann sich schon einmal auf dem Blog umsehen oder zum Thema „Konsum“ im Internet recherchieren. Besonders an Weihnachten bekommt das Wort ‚Konsum‘ nämlich eine ganz andere Bedeutung.

Herzliche Grüße

Julian Dawin, Eva Eilers, Annika Kerstholt, Franziska Mathes, Katharina Minges und Gordian Schmid

Ein kleiner Tip gegen den Weihnachts(konsum)stress:

Mit persönlichen Gutscheinen (beispielsweise für einen Koch- oder Babysitter-Abend) wird dem/der Beschenkten ein Teil deiner persönlichen Lebenszeit geschenkt. Etwas, das es in keinem einzigen Geschäft zu kaufen gibt. http://marktcheck.greenpeace.at/weihnachtstipps.html

…Nachdenken…

 

2tes AG Treffen

Die Arbeitsgruppe zum Thema “Kritischer Konsum” traf sich am vergangenen Wochenende in der CVJM-Tagungsstätte in Kassel. Ein ganzes Wochenende diskutierten die Mitglieder über die Umsetzung des Jahresthemas für 2012.

Als Ergebnis soll Anfang 2012 eine Arbeitshilfe, ein Handbuch für Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter in der Malteser Jugend herauskommen. Außerdem soll es im nächsten Jahr einen Wettbewerb zum Thema “Kritischer Konsum und Nachhaltigkeit” geben.

Als persönliche Fortbildung besuchte die AG am Sonntag zum Abschluss einen Bio-Bauernhof in Frankenhausen. Hier wurde den Mitgliedern der Gruppe eindrücklich verdeutlicht, was wirklich “Bio” ist und vor welchen Problemen die Landwirte dieser Welt stehen.